Rückgabe, Erstattung und Umtausch

1. Vorrang gesetzlicher Verbraucherrechte

Diese Bedingungen gelten für die nach einem Kauf über diese Website eingereichten Anträge auf:

  • Widerruf,

  • Stornierung einer Bestellung,

  • Rückgabe,

  • Erstattung,

  • Umtausch,

  • Bearbeitung von Qualitätsmängeln,

  • Bearbeitung von Transportschäden,

  • Nachlieferung bei Fehlmengen,

  • Korrektur von Falschlieferungen,

  • sonstige berechtigte Serviceleistungen nach dem Kauf.

Zwingende Rechte von Verbraucherinnen und Verbrauchern werden durch diese Bedingungen weder ausgeschlossen noch eingeschränkt. Soweit einzelne Regelungen von zwingenden gesetzlichen Vorschriften abweichen, gelten die gesetzlichen Bestimmungen vorrangig.

2. Möglichkeiten zur Einreichung eines Antrags

Anträge auf Widerruf, Rückgabe, Erstattung, Umtausch oder sonstige Nachverkaufsleistungen können über das auf der Website bereitgestellte Online-Servicesystem oder über die veröffentlichten Kundenservicekanäle eingereicht werden.

Für einen Widerruf genügt jede eindeutige Erklärung, aus der hervorgeht, dass der Verbraucher den betreffenden Vertrag widerrufen möchte. Eine besondere Form ist hierfür nicht erforderlich, soweit das Gesetz keine abweichenden Vorgaben enthält.

Zur schnellen Zuordnung eines Antrags sollten nach Möglichkeit folgende Angaben übermittelt werden:

  • Bestellnummer,

  • Name des Kunden,

  • Kontaktdaten,

  • Bezeichnung des betroffenen Produkts,

  • Grund des Antrags, soweit ein solcher für die jeweilige Anspruchsart erforderlich ist.

Abhängig vom konkreten Sachverhalt können zusätzlich sachlich erforderliche Informationen angefragt werden, insbesondere:

  • Kaufnachweis,

  • Produktfotos,

  • Fotos des Pakets oder der Außenverpackung,

  • Aufnahme des Versandetiketts,

  • Beschreibung des festgestellten Problems,

  • weitere für die Prüfung unmittelbar relevante Unterlagen.

Es werden keine unangemessenen Nachweise verlangt, die gesetzlich nicht erforderlich sind oder die Ausübung zwingender Verbraucherrechte erschweren würden.

3. Stornierung vor dem Versand

Wer eine Bestellung stornieren möchte, sollte uns möglichst frühzeitig über einen der auf der Website angegebenen Kontaktwege informieren.

Wurde die Bestellung noch nicht bearbeitet oder versendet, bemühen wir uns in angemessenem Umfang, die Stornierung umzusetzen. Soweit eine Rückzahlung erforderlich ist, erfolgt sie über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel.

Hat die Bearbeitung bereits begonnen oder wurde die Ware bereits versendet oder zugestellt, richtet sich die weitere Abwicklung nach den nachstehenden Widerrufs-, Rückgabe-, Erstattungs- und Umtauschregelungen sowie nach dem anwendbaren Recht.

4. Gesetzliches Widerrufsrecht bei Fernabsatzbestellungen

Verbraucher haben bei anwendbaren Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen.

Die Widerrufsfrist beginnt grundsätzlich an dem Tag, an dem der Verbraucher oder eine von ihm benannte Person, die nicht der Beförderer ist, die Ware erhalten hat.

Werden mehrere Waren einer einheitlichen Bestellung getrennt geliefert, beginnt die Frist mit dem Erhalt der letzten Ware durch den Verbraucher oder die von ihm benannte empfangsberechtigte Person.

Zur Wahrung der Frist genügt es, die eindeutige Widerrufserklärung vor Ablauf der 14-tägigen Frist abzusenden.

Nach Abgabe der Widerrufserklärung ist die Ware, soweit keine gesetzliche Ausnahme gilt, spätestens innerhalb von 14 Tagen zurückzusenden. Die Frist ist gewahrt, wenn die Ware vor ihrem Ablauf abgesendet wird.

5. Warenprüfung und Zustand der Rücksendung

Verbraucher dürfen die Ware in einem Umfang prüfen, der erforderlich ist, um ihre Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise festzustellen.

Die zurückzusendende Ware sollte nach Möglichkeit zusammen mit den vorhandenen Bestandteilen zurückgegeben werden. Dazu können, soweit ursprünglich mitgeliefert, gehören:

  • Zubehör,

  • Anleitungen und Informationsmaterialien,

  • kostenlose Zugaben,

  • Verpackungsbestandteile.

Das Fehlen der Originalverpackung führt nicht automatisch zum Ausschluss gesetzlicher Rechte.

Ist ein Wertverlust darauf zurückzuführen, dass mit der Ware in einer Weise umgegangen wurde, die über die notwendige Prüfung ihrer Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise hinausgeht, kann im gesetzlich zulässigen Umfang Wertersatz verlangt werden.

Eine solche Wertminderung kann sich beispielsweise aus einer übermäßigen Nutzung, vermeidbaren Beschädigungen, Verunreinigungen oder fehlenden Bestandteilen ergeben. Sie führt nicht automatisch zum Verlust des gesetzlichen Widerrufsrechts.

6. Fälle ohne gesetzliches Widerrufsrecht

Soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann das gesetzliche Widerrufsrecht insbesondere bei folgenden Waren ausgeschlossen sein:

  • Waren, die nach Kundenvorgaben angefertigt oder eindeutig auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten wurden;

  • Waren, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum kurzfristig überschritten würde;

  • versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde;

  • Waren, die nach der Lieferung aufgrund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gegenständen vermischt wurden;

  • weitere Waren oder Leistungen, für die das anwendbare Recht ausdrücklich eine Ausnahme vom Widerrufsrecht vorsieht.

Diese Ausnahmen betreffen nur das gesetzliche Widerrufsrecht. Gesetzliche Ansprüche wegen mangelhafter, beschädigter, unvollständiger oder falsch gelieferter Waren bleiben bestehen.

7. Rückgabegründe außerhalb des Widerrufs

Eine Rückgabe, Erstattung, Ersatzlieferung oder ein Umtausch kann insbesondere geprüft werden, wenn:

  • die Ware einen Qualitätsmangel aufweist,

  • das Produkt während des Transports beschädigt wurde,

  • ein anderer als der bestellte Artikel geliefert wurde,

  • Bestandteile oder bestellte Waren fehlen,

  • das Produkt erheblich von seiner Beschreibung abweicht,

  • ein anderer nach diesen Bedingungen oder dem anwendbaren Recht berechtigter Servicefall vorliegt.

Gesetzliche Mängelrechte, einschließlich der Rechte auf Nacherfüllung und der unter den gesetzlichen Voraussetzungen bestehenden weitergehenden Ansprüche, werden durch diese Bedingungen nicht eingeschränkt.

8. Kontrolle nach der Zustellung

Nach Erhalt der Lieferung sollte der Kunde die Ware und die Verpackung zeitnah prüfen.

Bei sichtbaren Beschädigungen, fehlenden Artikeln, auffälliger Verpackung, Falschlieferungen oder sonstigen Abweichungen ist es hilfreich, geeignete Nachweise aufzubewahren. Dazu können gehören:

  • Fotos der gelieferten Ware,

  • Fotos der Außenverpackung,

  • Bilder des Versandetiketts,

  • Nahaufnahmen beschädigter Stellen,

  • weitere Unterlagen, die den Zustand bei Erhalt dokumentieren.

Ein nicht sofort gemeldeter Mangel führt nicht automatisch zum Verlust gesetzlicher Verbraucher- oder Gewährleistungsrechte.

9. Prüfung und Rückgabeanweisung

Nach Eingang eines Antrags prüfen wir insbesondere:

  • die betreffende Bestellung,

  • den angegebenen Rückgabe- oder Servicegrund,

  • den Zustand der Ware,

  • die übermittelten Informationen,

  • die jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften.

Sind zusätzliche Informationen erforderlich, wird der Kunde über die von ihm angegebenen Kontaktdaten darüber informiert. Die Entscheidung über den Antrag wird ebenfalls über diese Kontaktdaten mitgeteilt.

Nach Eingang einer Rückgabeanfrage oder Widerrufserklärung stellen wir zeitnah die für die Rücksendung erforderliche Rücksendeanschrift oder eine entsprechende Rückgabeanleitung zur Verfügung.

Die Ware ist entsprechend dieser Anleitung und so zu verpacken, dass vermeidbare Schäden während des Rücktransports verhindert werden.

Es wird empfohlen, eine nachverfolgbare Versandart zu verwenden und den Versandbeleg, die Sendungsnummer sowie gegebenenfalls Fotos bis zum Abschluss der Bearbeitung aufzubewahren.

Eine Rücksendung ohne vorherige Abstimmung kann die Zuordnung und Bearbeitung verzögern. Ein innerhalb der gesetzlichen Frist wirksam erklärter Widerruf oder ein anderes zwingendes Verbraucherrecht wird dadurch nicht unwirksam.

10. Kosten der Rücksendung

Für Rückgaben, welche die Voraussetzungen dieser Bedingungen erfüllen, übernehmen wir die Rücksendekosten.

Dies gilt insbesondere bei Rücksendungen aufgrund von:

  • Qualitätsmängeln,

  • Transportschäden,

  • fehlenden Waren oder Bestandteilen,

  • Falschlieferungen,

  • erheblichen Abweichungen von der Produktbeschreibung,

  • anderen von uns zu vertretenden Umständen.

Für berechtigte Rückgaben werden weder Rücknahmegebühren noch zusätzliche Bearbeitungsentgelte erhoben.

11. Durchführung der Rückzahlung

Wurde ein Erstattungsanspruch bestätigt, wird die Rückzahlung grundsätzlich über dasselbe Zahlungsmittel vorgenommen, das bei der ursprünglichen Bestellung eingesetzt wurde.

Bei einem wirksamen gesetzlichen Widerruf werden die erhaltenen Zahlungen unverzüglich und spätestens innerhalb von 14 Tagen ab Eingang der Widerrufserklärung zurückgezahlt.

Ein anderes Zahlungsmittel wird nur verwendet, wenn der Verbraucher dem ausdrücklich zustimmt. Für die Rückzahlung werden dem Verbraucher keine Gebühren berechnet.

Muss die Ware zurückgesendet werden, kann die Rückzahlung im gesetzlich zulässigen Umfang zurückgehalten werden, bis:

  • die zurückgesandte Ware bei uns eingegangen ist oder

  • der Verbraucher einen geeigneten Nachweis über die Absendung vorgelegt hat,

je nachdem, welches Ereignis früher eintritt.

Die Zeit zwischen der von uns veranlassten Rückzahlung und der tatsächlichen Gutschrift kann von den Bearbeitungsabläufen der Bank, des Kartenunternehmens oder des Zahlungsdienstleisters abhängen.

12. Erstattung der ursprünglichen Lieferkosten

Bei einem wirksamen Widerruf der gesamten Bestellung werden neben dem Warenwert auch die Kosten der von uns angebotenen Standardlieferung nach den gesetzlichen Vorgaben erstattet.

Hat der Verbraucher ausdrücklich eine andere und teurere Versandart als die von uns angebotene günstigste Standardlieferung gewählt, muss der dadurch entstandene Mehrbetrag nicht erstattet werden.

Bei einer Teilrückgabe richtet sich die Höhe der Erstattung nach dem Wert und Zustand der zurückgesandten Ware, der konkreten Bestellsituation und den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen.

13. Teilweise Erstattung bei Wertverlust

Soweit gesetzlich zulässig, kann eine Rückzahlung angemessen reduziert werden, wenn die zurückgesandte Ware einen vom Verbraucher zu vertretenden Wertverlust aufweist.

Berücksichtigt werden kann insbesondere ein Wertverlust aufgrund von:

  • einer Nutzung über den notwendigen Prüfungsumfang hinaus,

  • Beschädigungen,

  • deutlichen Gebrauchsspuren,

  • Verunreinigungen,

  • fehlendem Zubehör,

  • fehlenden mitgelieferten Zugaben,

  • anderen Umständen, die den tatsächlichen Warenwert beeinträchtigen.

Eine Kürzung erfolgt nur entsprechend dem nachweisbaren tatsächlichen Wertverlust und unter Beachtung der gesetzlichen Voraussetzungen.

14. Umtausch und Ersatzlösung

Erfüllt ein Antrag die Voraussetzungen für einen Umtausch, wird dieser nach erfolgreicher Prüfung veranlasst.

Die Dauer der Ersatzlieferung kann von der Warenverfügbarkeit, der Logistik und den Abläufen des eingesetzten Transportdienstleisters abhängen.

Ist der gewünschte Ersatzartikel nicht verfügbar, nicht mehr im Sortiment oder kann er aus einem anderen tatsächlichen Grund nicht bereitgestellt werden, kann je nach Sachlage eine der folgenden Lösungen angeboten werden:

  • Erstattung,

  • alternatives Produkt,

  • eine andere angemessene Abwicklung.

Gesetzliche Ansprüche des Kunden bleiben davon unberührt.

15. Nicht zustellbare, zurückgesandte oder verweigerte Pakete

Kann eine Sendung aufgrund einer falschen Anschrift, ungültiger Kontaktdaten, fehlender Entgegennahme, einer Annahmeverweigerung oder eines anderen nicht von uns verursachten Umstands nicht zugestellt werden, erfolgt die Bearbeitung auf Grundlage:

  • des Bestellstatus,

  • der Informationen des Versanddienstleisters,

  • dieser Rückgabe- und Erstattungsbedingungen,

  • der anwendbaren gesetzlichen Vorschriften.

Die Beteiligten stimmen je nach tatsächlicher Situation eine angemessene Lösung ab.

Beruht die fehlgeschlagene Zustellung auf einem vom Kunden zu vertretenden Umstand, können ihm im gesetzlich zulässigen Umfang angemessene und nachweisbare Kosten zugerechnet werden. Abweichende zwingende gesetzliche Regelungen bleiben unberührt.

16. Schutz vor betrügerischen oder missbräuchlichen Anträgen

Bestehen konkrete Anhaltspunkte für betrügerische Rückgaben, falsche Angaben, manipulierte Nachweise, einen Missbrauch der Serviceverfahren oder vergleichbare rechtswidrige Handlungen, kann der betreffende Antrag im gesetzlich zulässigen Umfang zusätzlich geprüft, zurückgewiesen oder die weitere Nutzung der Serviceleistungen eingeschränkt werden.

Soweit erforderlich und rechtlich zulässig, können weitere geeignete Maßnahmen zum Schutz der Kunden, des Unternehmens und der betroffenen Transaktionen ergriffen werden.

Berechtigte gesetzliche Ansprüche dürfen nicht allein deshalb abgelehnt werden, weil ein Kunde von seinen Verbraucherrechten Gebrauch macht.

17. Verhältnis von Widerrufsrecht und Mängelrechten

Das Widerrufsrecht und die gesetzlichen Rechte wegen eines mangelhaften Produkts bestehen unabhängig voneinander.

Auch wenn das Widerrufsrecht im Einzelfall nicht besteht oder bereits abgelaufen ist, können weiterhin gesetzliche Ansprüche vorliegen, wenn die Ware beispielsweise:

  • mangelhaft ist,

  • nicht der Beschreibung entspricht,

  • beschädigt geliefert wurde,

  • unvollständig ist,

  • falsch geliefert wurde.

Diese Bedingungen beschränken keine gesetzlich vorgesehenen Rechte auf Reparatur, Ersatzlieferung, Minderung, Rückzahlung, Schadensersatz oder andere zwingende Rechtsbehelfe.

18. Änderungen dieser Bedingungen

Diese Bedingungen können angepasst werden, wenn dies aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben, geänderter Plattformanforderungen, betrieblicher Anpassungen, weiterentwickelter Serviceabläufe oder anderer organisatorischer Erfordernisse notwendig wird.

Die aktualisierte Fassung gilt ab ihrer Veröffentlichung auf der Website.

Änderungen wirken sich nicht rückwirkend auf zwingende Verbraucherrechte aus, die bereits vor der Veröffentlichung entstanden sind. Ebenso bleiben die Rechte aus Bestellungen unberührt, die vor Inkrafttreten der aktualisierten Fassung abgeschlossen wurden.